Der subjonctif ist ein Modus, der im Französischen sehr häufig vorkommt – viel häufiger als der Konjunktiv im Deutschen. Er drückt keine Tatsachen aus, sondern Wünsche, Gefühle, Zweifel, Notwendigkeiten. Für viele Lernende ist er eine Hürde, weil er nach bestimmten Ausdrücken automatisch stehen muss.
Für die meisten Verben nimmt man den Stamm der 3. Person Plural Präsens (ils parlent → parl-) und hängt die Endungen -e, -es, -e, -ions, -iez, -ent an: que je parle, que tu parles, qu'il parle, que nous parlions, que vous parliez, qu'ils parlent.
Die nous- und vous-Formen entsprechen dem imparfait: que nous finissions, que vous finissiez.
Der subjonctif steht in Nebensätzen mit „que“ nach bestimmten Ausdrücken:
Nach Ausdrücken der Gewissheit steht der Indikativ: „Je pense qu'il a raison.“ Aber verneint: „Je ne pense pas qu'il ait raison.“ Auch nach „après que“ steht in der Norm der Indikativ, obwohl viele Franzosen den subjonctif verwenden.
Haben Haupt- und Nebensatz dasselbe Subjekt, verwendet man meist den Infinitiv: „Je veux partir“ (nicht: „Je veux que je parte“). Der subjonctif steht nur, wenn die Subjekte verschieden sind: „Je veux que tu partes.“
Im Commentaire wirkt der subjonctif stilistisch gewandt: „Il est essentiel que les jeunes apprennent …“, „Bien que cette mesure soit coûteuse, …“. Wer ihn sicher einsetzt, verbessert die sprachliche Bewertung deutlich.
Lerne die Auslöser als feste Wendungen – zusammen mit einem Beispielsatz. „Il faut que je fasse mes devoirs“ bleibt besser hängen als eine abstrakte Regel. Eine Liste mit zehn häufigen Auslösern deckt den Großteil aller Fälle ab.
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