Die schriftliche Multiplikation ist das anspruchsvollste Rechenverfahren der Grundschule. Sie verbindet das Einmaleins, das stellengerechte Schreiben und die schriftliche Addition. Entsprechend viele Fehlerquellen gibt es – aber auch eine klare Schritt-für-Schritt-Methode, mit der jedes Kind sicher wird.
Bevor es losgeht, sollten drei Dinge sitzen: das kleine Einmaleins, die schriftliche Addition mit Überträgen und das Multiplizieren mit Zehnerzahlen (23 · 10 = 230, 23 · 20 = 460). Fehlt eines davon, wird die schriftliche Multiplikation schnell zur Frustration.
Beispiel: 347 · 6
Beispiel: 346 · 27. Hier wird die Aufgabe in zwei Teile zerlegt: 346 · 20 und 346 · 7.
Die Reihenfolge der Zeilen kann je nach Schule unterschiedlich sein – manche beginnen mit den Einern, andere mit den Zehnern. Wichtig ist nur, dass die Teilergebnisse an der richtigen Stelle stehen.
346 · 27 ≈ 350 · 30 = 10.500. Das Ergebnis 9.342 liegt in der Nähe – passt also. Hätte das Kind die erste Zeile nicht versetzt, käme 3.114 heraus, und der Überschlag würde den Fehler sofort zeigen.
Mit einstelligen Faktoren beginnen, dann zu zweistelligen übergehen. Karopapier verwenden, Merkzahlen klein notieren, immer überschlagen. Und: Lieber fünf Aufgaben sorgfältig als zwanzig hastig – Sorgfalt ist bei diesem Verfahren wichtiger als Tempo.
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