Gute Literatur ist die Grundlage jeder wissenschaftlichen Arbeit. Doch wo fängt man an? Eine Google-Suche liefert Millionen Treffer, die Uni-Bibliothek wirkt unübersichtlich, und ein KI-Chat erfindet im Zweifel Quellen, die es gar nicht gibt. Mit einem klaren Vorgehen findest du in wenigen Stunden die Literatur, die du wirklich brauchst.
Zerlege deine Forschungsfrage in ihre Bestandteile und sammle zu jedem Begriff Synonyme, Oberbegriffe und Fachbegriffe – auf Deutsch und auf Englisch. Die meiste Fachliteratur erscheint auf Englisch, auch in deutschsprachigen Fächern lohnt der Blick.
Beispiel: Für „Erwärmung des Rheins und Lachsbestand“ suchst du nach Rhein, Fließgewässer, Wassertemperatur, Klimawandel, Atlantischer Lachs, Salmo salar, river warming, salmon population.
Hast du ein gutes, aktuelles Werk gefunden, schau in dessen Literaturverzeichnis. Dort stehen die Quellen, auf die sich die Autoren stützen. Umgekehrt zeigen dir Datenbanken oft, wer dieses Werk später zitiert hat – so findest du neuere Forschung. In wenigen Schritten entsteht ein solider Grundstock.
Du musst nicht jedes Buch von vorne bis hinten lesen. Lies zuerst Zusammenfassung, Einleitung und Fazit, dann gezielt die Kapitel, die zu deiner Frage passen. Notiere dir sofort Kernaussagen mit Seitenzahl – das spart dir beim Schreiben Stunden.
Allgemeine KI-Chats sind bei der Literatursuche riskant: Sie erfinden oft Titel, Autoren oder Seitenzahlen. Sinnvoll ist KI dort, wo sie mit echten Daten arbeitet. Die Literatursuche in der Schreib-Werkstatt von LocalAce erzeugt passende Suchbegriffe und sucht damit in OpenAlex, Crossref und im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, je nach Fach auch in PubMed oder dem FIS Bildung – angezeigt werden nur Werke, die dort nachgewiesen sind, mit DOI oder Katalog-Link und dem Hinweis, wofür sie taugen könnten. Zurückgezogene Studien werden aussortiert. Mit einem Klick übernimmst du sie als Quelle – frei zugängliche PDFs holt Corvi dabei gleich mit. Von jedem Treffer aus kannst du außerdem die Zitationskette aufrufen: welche Literatur das Werk zitiert und welche neueren Arbeiten es zitieren. Das ist die Schneeballsuche, die Bibliotheken für Abschlussarbeiten empfehlen – hier ohne mühsames Abtippen von Literaturverzeichnissen. Am Ende exportierst du alle Quellen als RIS- oder BibTeX-Datei nach Zotero oder Citavi.
Lädst du deine Quellen anschließend hoch, fasst Corvi sie zusammen und nennt die Kernaussagen mit Seitenzahl. Der Quellenvergleich zeigt dir, wo die Literatur übereinstimmt, wo sie sich widerspricht und was für deine Frage noch fehlt. Mehr zur Schreib-Werkstatt · Für die Facharbeit
Das hängt von Art und Umfang der Arbeit ab. Als grobe Orientierung: Für eine Facharbeit in der Schule reichen oft fünf bis zehn gute Quellen, für eine Hausarbeit im Studium zehn bis zwanzig, für eine Bachelorarbeit häufig dreißig und mehr. Wichtiger als die Zahl ist die Qualität: lieber wenige einschlägige Fachquellen als viele oberflächliche Webseiten. Frag im Zweifel deine Betreuung, was erwartet wird.
Lege von Anfang an eine Liste aller Quellen an – mit vollständiger Angabe, Fundort und einer Notiz, wofür die Quelle taugt. Viele nutzen dafür Literaturverwaltungsprogramme. Wenn du deine Quellen in der Schreib-Werkstatt sammelst, erstellt Corvi die Literaturangabe im gewünschten Zitierstil und ordnet die Quelle einem Meilenstein deiner Arbeit zu. So entsteht dein Literaturverzeichnis nebenbei.
Findest du zu deinem Thema kaum Literatur, ist die Frage meist zu speziell formuliert. Erweitere sie schrittweise: einen größeren Zeitraum, eine allgemeinere Gruppe, einen verwandten Begriff. Frag außerdem in der Bibliothek nach – Bibliothekarinnen und Bibliothekare kennen die Datenbanken ihres Fachs und helfen gern bei der Suche.
Viele Fachartikel stehen hinter einer Bezahlschranke. Als Studentin oder Student hast du über das Netz deiner Hochschule oft trotzdem Zugriff – entweder auf dem Campus oder über einen VPN-Zugang der Bibliothek. Als Schülerin oder Schüler lohnt sich ein Ausweis der Stadt- oder Landesbibliothek, häufig auch der nächsten Universitätsbibliothek, die Schülerinnen und Schüler für Facharbeiten meist gern aufnimmt.
Außerdem sind immer mehr Werke frei zugänglich (Open Access). Freie Datenbanken zeigen dir an, ob es eine frei lesbare Fassung gibt – in der Literatursuche der Schreib-Werkstatt sind solche Treffer eigens markiert. Fehlt dir ein bestimmtes Buch, hilft die Fernleihe der Bibliothek: Sie besorgt es für eine kleine Gebühr aus einer anderen Bibliothek.
Plane für die Literatursuche nicht ein Wochenende, sondern mehrere kurze Phasen ein. In der ersten Woche verschaffst du dir einen Überblick über Handbücher, Übersichtsartikel und die wichtigsten Werke. Danach beginnst du mit dem Lesen und Auswerten – und suchst gezielt nach, wenn sich beim Lesen neue Fragen ergeben. Auch beim Schreiben wirst du noch einzelne Quellen ergänzen. Wer die Recherche so verteilt, findet am Ende die besseren Quellen und arbeitet entspannter.
Und noch ein Rat aus der Praxis: Lies nicht nur, sondern notiere nach jeder Quelle in zwei, drei Sätzen, was sie für deine Frage bringt. Diese kurzen Notizen sind später Gold wert, wenn du den Forschungsstand zusammenfasst oder dein Fazit schreibst. In der Schreib-Werkstatt übernimmt Corvi einen Teil davon: Zu jeder ausgewerteten Quelle steht, wofür sie bei deiner Forschungsfrage taugt – du ergänzt deine eigene Einschätzung.
Literatur findest du am schnellsten mit guten Suchbegriffen, dem Katalog deiner Bibliothek, einer Fachdatenbank und dem Schneeballprinzip. Bewerte jede Quelle kritisch und notiere Kernaussagen sofort mit Seitenzahl. Und wenn eine KI dir hilft, dann eine, die nur mit echten Quellen arbeitet.
Corvi sucht in einer Fachdatenbank und wertet deine Quellen mit Seitenzahl aus.
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