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Mediation in Englisch: So gelingt die Sprachmittlung – mit Tipps und Beispiel

Mediation – auf Deutsch Sprachmittlung – gehört seit einigen Jahren fest zu Englischprüfungen, von der Mittelstufe bis zum Abitur. Viele Schüler*innen verwechseln sie mit einer Übersetzung und verlieren dadurch Punkte. Dabei geht es um etwas anderes: Informationen aus einem deutschen Text so zu vermitteln, dass ein englischsprachiger Adressat genau das erfährt, was er braucht.

Mediation ist keine Übersetzung

Bei einer Übersetzung wird der Text vollständig und möglichst wortgetreu übertragen. Bei der Mediation werden nur die Informationen ausgewählt, die in der Aufgabe gefragt sind – sinngemäß, in eigenen Worten und passend zur Situation. Ein Text von einer Seite kann in der Mediation zu wenigen Sätzen werden.

Die Aufgabe genau lesen

Jede Mediationsaufgabe enthält eine Situation: Wer ist der Adressat? Was möchte er wissen? In welcher Form soll geantwortet werden (E-Mail, Blogbeitrag, Gespräch)? Beispiel: „Your American exchange partner wants to know what German schools do to protect students from cyberbullying. Write an email explaining the main measures described in the article.“ Hier sind nur die Maßnahmen gefragt – nicht die Statistiken oder die Meinung des Autors.

Schritt für Schritt

  • 1. Aufgabe analysieren: Adressat, Zweck, Textsorte, gefragte Informationen markieren.
  • 2. Text lesen: Nur die relevanten Stellen markieren.
  • 3. Stichpunkte auf Englisch: Nicht Satz für Satz übersetzen, sondern Kernaussagen notieren.
  • 4. Text verfassen: In der geforderten Textsorte, mit passender Einleitung und passendem Schluss.
  • 5. Kulturelle Erklärungen: Begriffe erklären, die der Adressat nicht kennt.

Kulturelle Unterschiede erklären

Ein Amerikaner weiß nicht, was ein „Abitur“, eine „Realschule“ oder der „Rundfunkbeitrag“ ist. Hier reicht keine Übersetzung – es braucht eine kurze Erklärung: „the Abitur, the German final exam that qualifies students for university“. Solche Erklärungen zeigen, dass man die Situation des Adressaten mitdenkt, und werden in der Bewertung ausdrücklich honoriert.

Umschreiben statt übersetzen

Wenn dir ein Wort fehlt, umschreibe es. Statt „Hausmeister“ zu suchen, kannst du schreiben: „the person who looks after the school building“. Diese Strategie heißt paraphrasing und ist bei der Mediation ausdrücklich erlaubt.

Nützliche Redemittel

  • According to the article, …
  • The author points out that …
  • In Germany, … (+ Erklärung)
  • This means that …
  • I hope this helps you understand …

Wie wird bewertet?

Meist gibt es Punkte für den Inhalt (alle gefragten Informationen, keine überflüssigen), die Adressatengerechtheit (Ton, Textsorte, Erklärungen) und die Sprache (Wortschatz, Grammatik). Eine perfekte Sprache nützt wenig, wenn wichtige Inhalte fehlen oder die Textsorte nicht stimmt.

Typische Fehler

  • Wort-für-Wort-Übersetzung.
  • Alle Informationen übernehmen, auch die nicht gefragten.
  • Eigene Meinung einbringen, wenn sie nicht verlangt ist.
  • Textsorte ignorieren (keine Anrede in der E-Mail).
  • Deutsche Begriffe unerklärt stehen lassen.

Teste dich selbst

  1. Ist Mediation eine Übersetzung? – Lösung: Nein, eine sinngemäße, adressatengerechte Übertragung.
  2. Wie erklärst du „Abitur“? – Lösung: z. B. „the Abitur, the German final exam that qualifies students for university“.
  3. Was tust du, wenn dir ein Wort fehlt? – Lösung: umschreiben (paraphrasing).
  4. Gehört deine Meinung in die Mediation? – Lösung: Nur, wenn die Aufgabe sie verlangt.

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Häufige Fragen (FAQ)

Ist Mediation eine Übersetzung?
Nein. Bei der Mediation werden nur die gefragten Informationen sinngemäß und adressatengerecht übertragen – nicht der ganze Text wortgetreu.
Darf ich deutsche Begriffe verwenden?
Ja, wenn du sie erklärst – zum Beispiel „the Abitur, the German final exam …“.
Wie lang sollte eine Mediation sein?
So lang, wie die gefragten Informationen es erfordern. Oft gibt die Aufgabe eine Wortzahl vor.

Alle Übungsblätter nach Fach und Klasse findest du in der Übersicht.

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