„Das“ oder „dass“? Dieser Fehler gehört zu den häufigsten der deutschen Rechtschreibung – bei Kindern wie bei Erwachsenen. Dabei gibt es eine einfache Probe, die fast immer funktioniert.
„Dass“ ist eine Konjunktion und leitet einen Nebensatz ein: „Ich hoffe, dass du kommst.“ „Dass er gewonnen hat, freut mich.“ Vor „dass“ steht immer ein Komma, wenn der Hauptsatz vorangeht.
Lässt sich das Wort durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen, schreibt man „das“ mit einem s. Geht das nicht, ist es „dass“.
Nach Verben des Sagens, Denkens, Hoffens und Fühlens (sagen, glauben, wissen, hoffen, meinen, fürchten) folgt häufig „dass“: „Er sagt, dass …“, „Ich glaube, dass …“. Das ist ein guter Hinweis, aber keine sichere Regel – die Ersatzprobe hat immer Vorrang.
Setze „das“ oder „dass“ ein: 1. Ich weiß, ___ du recht hast. 2. ___ Haus, ___ dort steht, ist alt. 3. Er glaubt, ___ ___ Spiel morgen stattfindet. 4. ___ ist ein schöner Tag.
Lösungen: 1. dass. 2. Das, das. 3. dass, das. 4. Das.
Beim Sprechen klingen „das“ und „dass“ gleich. Der Unterschied liegt allein in der grammatischen Funktion. Deshalb hilft Hinhören nicht – nur die Ersatzprobe. Wer sie oft genug angewendet hat, entscheidet irgendwann automatisch richtig.
Beim Überarbeiten eines Aufsatzes lohnt es sich, gezielt alle „das“ und „dass“ zu markieren und jedes einzeln mit der Ersatzprobe zu prüfen. Das dauert zwei Minuten und beseitigt einen der häufigsten Fehler.
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